Fahrrad Umbau zum EBike

Ich habe einen Arbeitsweg von 32km (einfach) in die Arbeit. Leider bewältige ich diese Strecke in einer angemessenen Zeit nur mit dem Auto oder hin und wieder mit der Bahn. Eine schöne Alternative wäre die Strecke auch mit dem Fahrrad zu fahren. Allerdings schaffe ich das schnellstens nur in 90Minuten einfach und dann bin ich dabei auch noch ziemlich k.o.
Nachdem ich diese Strecke einmal mit einem Pedelec gefahren bin und ich relativ entspannt angekommen bin, war das nun eine weitere Alternative in die Arbeit zu fahren. Doch ich wollte mir kein weiteres Fahrrad zulegen und günstig sind ja die Pedelecs auch nicht gerade. Deswegen war die Idee mein bestehendes Fahrrad umzurüsten. Allerdings gleich mit einem stärkeren Motor und Akku, als diese in fertigen Rädern verbaut sind. Eigentlich war das gleich ein Umbau zum EBike, da es damit möglich ist schneller als 26km/h zu fahren.

Bauteile:

Torque Arm zur Sicherheit, falls das Vorderrad herausspringen sollte.

Tasche für den BLDC-Motorcontroller

Akku 36V 14,5Ah

Magnetsensor mit Magnetscheibe. Bei dem Sensor handelt es sich um einen HALL-Sensor, der das magnetische Feld misst. Dabei kann dieser wie ein Schalter die Richtung aus zwei Seiten bestimmen. Deswegen ist die Einbaurichtung wichtig. Kann aber in den Einstellungen am Display geändert werden.

Nabenmotor 500W 36V im Rad fertig montiert.

Display für den Controller mit Einschalter und Kraftunterstützungswahlschalter. Zeigt den Verbrauch, Geschwindigkeit und Akkuzustand an.

Motorcontroller für Brushless (BL) Motoren. Hier laufen alle Signale und Leitungen zusammen.

 

Ladegerät 42V für den Akku

Gashebel. Wird am Lenker befestigt und liefert das Signal an den Motorcontroller.

Verkabelung testen

Alle Leitungen testweise an den Motorcontroller angeschlossen.

Übersicht über die am Motorcontroller angeschlossenen Geräte.

Einbau ins Fahrrad:

Zunächst musste ich an der Radgabel vom Vorderrad die Halterung für die Achse etwas auffeilen, da sie einfach um 1mm enger war, als vorgesehen. Aber mit einer Feile ging das ziemlich schnell

Der Abstand zwischen Scheibenbremse und Motor war zu klein. Deswegen musste ich die Bremsscheibe etwas vom Motor weg montieren, um mehr Abstand zu bekommen. Dazu hab ich mir längere Titanschrauben M5 für die Bermsscheibe und Distanzscheiben besorgt. ich musste 5mm überbrücken.

Zusätzlich habe ich  mir 2,5mm dicke M12 Beilegscheiben besorgt, um die Gabel ein wenig zu weiten und PLatz zu bekommen für Scheibenbremse und Bremsscheibe zum Nabenmotor.

 

Die Scheibenbremse muss noch ausgemittelt werden. Dazu wird die Scheibenbremse etwas gelockert und die Bremse gezogen. Im gezogenen Zustand wird die Scheibenbremse wieder fetsgeschraubt.

Zur Sicherheit muss am Vorderrad noch der Torque Arm befestigt werden

Jetzt muss noch an der Kurbel der Tretsensor befestigt werden.

Dazu musste ich mit einem Imbusschlüssel erstmal die Kurbel abziehen. Hier hatte ich das Glück, dass ich keinen eigenen Kurbelabzieher dafür benötigte, sondern die eingebaute Schraube die Kurbel von innen herausgedrückt hat.

Damit ich die Magnetscheibe auf die Kurbel bekomme, musste ich sie etwas mit einem Stufenbohrer aufbohren. Auch war die Idee den Tretsensor auf die Seite der Zahnräder einzubauen. So musste ich noch ein paar Aussparungen reinsägen.

Auch war der Durchmesser der Halterung für den Hall-Sensor zu klein und hab sie etwas aufbiegen müssen. Dazu hab ich mit einem Trennschleifer den Ring aufgebohrt und etwas aufgebogen, so dass der Ring darüber passte.

Die Kurbel konnte wieder darauf gesteckt werden und den Magnetsensor hab ich dazu noch mit Heisskleber gegen Verrutschen befestigt.

Als nächstes hab ich den Akkuhalter an die Befestigungen für die Getränkeflaschen angebracht und am Griff den Daumengashebel.

Anschließend den Motorcontroller in die Tasche gepackt und alle Kabel am Rahmen entlang dorthin geführt.

Fertig ist mein motorisiertes Fahrrad.

Fazit: Der Umbau war eigentlich sehr interessant. Das letzte Mal, als ich vor 30 Jahren noch an Fahrrädern herumgeschraubt hatte, reichte ein einziger Schraubschlüssel dafür aus. Heute braucht man schon viel Spezialwerkzeug. Auch ist anscheinend sehr wenig beim Fahrrad genormt und somit musste ich an vielen Stellen noch Anpassungen vornehmen, damit der Umrüstsatz passte.

Todo: Ich muss doch nochmal an die Scheibenbremse ran, da sie leicht schleift und mir eventuell eine längere Kurbel holen, da der Abstand des Hall-Sesnors zu lang ist und die Treterkennung nicht zuverlässig funktioniert. Deswegen möchte ich doch den Sensor auf die andere Seite der Zahnkränze bauen.

 

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