Von der Idee zum Produkt : Rechtsform

In Deutschland und wahrscheinlich auch im Rest der Welt will jeder Staat an jedem finanziellen unternehmerischen Erfolg ein bisschen Mitverdienen. Damit er das kann, muss jeder Unternehmer sich in einer Rechtsform mit seinem Unternehmen organisieren und sich vom Finanzamt eine Steuernummer geben lassen, unter der dann die Abgaben bezahlt werden sollen.

In unserem Rechtssystem gibt es fast so viele unternehmerische Rechtsformen, wie Teilchen im Quantenzoo. Und ohne ein BWL oder Jurastudium ist es wirklich schwer da sich zurecht zu finden. Angefangen von Einzelunternehmen, GmbH, OHG, KG, HbR und Ltd. Ohne jetzt die Vor- und Nachteile der Unternehmerformen darzustellen, sind die meisten davon mit nicht gerade wenig Aufwand verbunden und die Zeit, die ich als Betreiber eines Nebengewerbes nicht aufbringen möchte und kann. Schließlich bin in ich Ingenieur geworden, um etwas zu entwickeln und produzieren und nicht um Dokumente zu verfassen.

Eine GmbH wäre natürlich schön gewesen, wenn man mal von der hohen Einlage absieht. Die Haftungsbeschränkung macht diese Form besonders attraktiv. Allerdings wird dummes Verhalten damit nicht abgesichert und spätestens bei einem fehlerhaften Produkt kann auch hier schnell das Privatvermögen herhalten müssen. Notarkosten, die umfassendere Buchhaltung und weitere bürokratische Auflagen sind nicht gerade die Dinge, die mir Spass bereiten.

So hab ich mich für die Rechtsform des Einzelunternehmers entschieden und dabei auch noch die vereinfachte Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen. Ich denke nicht, dass ich nebenberuflich mehr als 17.000€/Jahr umsetzen werde und die fehlende Rückerstattung der Mehrwertsteuer bei so kleinen Hardwarekosten wird auch keine grosse Produktkostenreduktion bringen. Und für die Absicherung der Produktrisiken gibt es ja noch die Betriebs- bzw Produkthaftpflichtversicherung (nächster Artikel).

Im übrigen hat die Anmeldung des Einzelunternehmens ca 40€ beim Ordnungsamt gekostet. Danach kam ein Formular zum Ausfüllen vom Finanzamt und 8 Wochen später hatte ich meine Mitgliedsnummer äh Steuernummer.

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