Softwareecke: Android Studio 2.0

Wer sichmit Java auskennt und schon immer mal seine eigene Anwendung auf einen Android Smartphone, Tablet oder Android Uhr oder TV schreiben wollte, es aber bisher zu kompliziert fand mit Eclipse und SDK rum zu hantieren, dem ist jetzt mit dem von Google entwickeltem Android Studio geholfen.

Das Studio gibt es für viele gängige Computersysteme wie Windows, Linux und Mac. Da ich nur Linuxgeräte bei mir betreibe, kann ich auch nur über diese Version sprechen. Zunächst lädt man sich also für sein System die passende Zip Datei und entpackt diese. Darin startet man aus dem /bin Ordner nur noch ./studio.sh das Studio. Nachdem Start werden noch einige Packete nachinstalliert, wie das SDK oder Emulatoren. Als EMulator empfiehlt sich ein x86 Smartphone-Emulator, da dieser auf x86-Systemen schneller arbeiten kann. Für das SKD API sollte man eine Version wählen, die auf den meisten Mobilgeräten verwendet wird, falls man vor hat diese zu verbreiten.

Nach dem Start von Android Studio erscheint ein WIllkommensbildschirm. Hier kann man über Configuration noch weiter API Packete oder Emulatoren nachinstallieren, auf Update der Software prüfen oder gleich ein Projekt starten.

Startet man ein neues Projekt, so wählt man erst einmal den Namen der App aus. Im nächsten Eingabefenster wird man vor die Wahl gestellt, welches System man unterstützen will, also Telefon, Tablet, Uhr, TV, Auto und Glass. Hier wird auch die API Version ausgewählt, die dem Android Betriebssystem entspricht.

Der nächste Bildschirm geht dann schon auf ein vorgefertigtes aussehen der App ein. Für den Einstieg ist eine Empty Activity sicherlich nicht verkehrt. De letzte Dialog fragt dann nur nochmal nach dem Activity Namen (MainActivity) nach, also wie die Activity (Dialogfenster) heissen soll. Nach dem Finish, beginnt das Studio einige Dateien zu generieren.

Nun kann man schon einmal seine Applikation bauen und in einem Emulator auf dem Rechner ausprobieren.Einfach den grünen Pfeil oben in der Leite drücken und das Zeug wird gebaut. Danach erscheint ein Fenster „Select Deployment Target“. Hier kann man sich einen Emulator aussuchen. Falls der passende nicht installiert ist, so kann dieser über das Menu Tools->Android->AVD Manager nachinstalliert und konfiguriert werden. Nach einiger Zeit erscheint dann die erstellte Applikation im Emulatorfenster.

Doch der Emulator kann nicht alles emulieren. Zum Beispiel Bluetooth wird nicht unterstützt. Hier muss also ein echtes Smartphone heran. Hier habe ich ein Samsung S3 mini über USB mit dem Rechner verbunden. Bevor man aber auf dem Gerät einen Applikation mit dem Android Studio starten kann, muss auf dem Mobilgerät die Entwickleroptionen freigeschaltet werden. Dies ist auf jedem Telefon anders.  Bei diesem Telefon musste ich im Menu Einstellungen->Info zu Gerät auf den Eintrag Buildnummer 7mal darauf drücken, bis die Entwickleroptionen freigeschaltet wurden. Anschließend erschien im Menu Einstellungen der EIntrag ENtwickleroptionen und konnte USB-Debugging aktivieren.

Doch unter Linux Ubuntu 14 war das leider noch nicht alles, was eingestellt werden musste, damit mein Mobilgerät vom Studio erkannt wurde. Zusätzlich musste ich die Datei /etc/udev/rules.d/51-android.rules anlegen und folgenden Eintrag vornehmen:

# Samsung
SUBSYSTEM==“usb“, ATTR{idVendor}==“04e8″, MODE=“0666″, GROUP=“plugdev“

Eine komplette Liste aller Gerötehersteller für diese Datei findet man hier. Ist das Gerät eingetragen, das Mbilgerät über USB verbunden, die Entwickleroptionen aktiviert und das Studio neu gestartet, so erscheint das Mobilgerät beim Starten im Auswahldialog. Nachdem man sein Mobilgerät ausgewählt hat, startet dort nach kurzer Zeit die Applikation auf dem Gerät.

Will man seine geniale Applikation über den Google Playstore verbreiten, so muss man eine signierte Applikation erst einmal erstellen. Dazu folgt man den Schritten im Studio unter Build->Generate signed APK. Anschliessend liegt im Projektordner unter dem Ordner app eine *.apk Datei, die man anschliessend in der Google Developer Console zum Verbreiten hochladen kann. Ein Beispiel von mir habe ich hier. Dazu muss man sich aber erst einmal dort anmelden und das kostet aktuell ca. 25$. Hat man dies, muss man noch ein paar Fragen zu seiner App beantworten und es steht einer Verbreitung seiner App nichts mehr im Wege. Allerdings gibt es auch alternative Verbreitungsportale für seine App und die günstigste dabei ist der direkte Download über eine Webseite aber auch der risikoreichste für den Anwender.

Links:
https://developer.android.com/studio/index.html
http://developer.android.com/tools/device.html
https://play.google.com/apps/publish/
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.mikrosikaru.brausteuerungapp&hl=de

 

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