VR für Einsteiger

Neulich ist mir im Zeitschriftenladen die Zeitschrift C’t Wissen Virtual Reality in die Hände gefallen und ich konnte nicht anders, als diese zu kaufen. Seit ein, zwei Jahren hört und liest man ja schon einiges über VR Brillen, die in den kommenden Jahren herauskommen sollen. Als bekanntester dürfte die Oculus Rift sein. Doch abgesehen davon, dass die Anschaffung der Brille, um das nur mal zu testen, nicht günstig ist, bräuchte ich auch noch eine bessere PC-Hardware. Doch es gibt Alternativen und so eine lag in dem Magazin bei.

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Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Cardboard, also um einen Pappkarton, der zusammengefaltet eine VR Brille ergibt. Als Bildschirm reicht ein gängies Mobiltelefon aus, das vorne in die Halterung geschoben wird. Zur besseren Fokusierung sind noch zwei Linsen beigefügt. Vorgemacht hat das schon Google mit ihrem Google-Cardboard.

Um sich in die Welt der Virtual Reality mit der Brille begeben zu können, braucht man zusätzlich noch entsprechende VR Software, die einem den passenden Eindruck vermitteln sollen. Das Prinzip der Software ist sehr einfach. Auf zwei Bildschirmhälften des Mobiltelefons werden jeweils zwei unterschiedliche Perspektiven (im Augenabstand) der 3D Umgebung berechnet und angezeigt. Somit erhält jedes Auge eine andere Sichtweise. Im Gehirn entsteht so ein Tiefeneindruck der Umgebung, wie man ihn idealerweise aus dem echten Leben kennt.

Der Karton ist also schnell zusammengefaltet. Als erste APP (Software für Mobilteil) habe ich mir einen Roller Coaster installiert. Obwohl ich erstmal skeptisch war, ob mein Mobiltelefon (Samsung GT-8200N mit Android) ausreichen würde, war der Eindruck doch überwältigend. Da die meisten Mobiltelefone auch über einen Bewegungssensor verfügen, wird dieser in der VR Software mit berücksichtigt und übernimmt das Headtracking. Dreht man also in echt den Kopf, wird auch die Kamera in der 3D Umgebung synchron mitbewegt. Dies verstärkt noch einmal den Eindruck mitten in der Szene zu sein. Vom ersten Eindruck schon überzeugt installierte ich mir gleich noch ein VR Spiel. Dabei handelt es sich um ein Spiel, dass einem den Eindruck vermittelt, man würde in die Tiefe stürzen. Achtung, man sollte das nicht im Stehen spielen, ohne sich festhalten zu können.

Im Großen und Ganze muss ich sagen, dass mich diese günstige Lösung überzeugt hat und ich mich auf die zukünftigen VR Brillen freue. Vielleicht ist bis dahin auch die nötige Hardware günstiger geworden.

Solltet Ihr es auch nicht abwarten können und einen ersten Eindruck sammeln wollen oder eure eigene Erfahrung machen wollen, dann könnt ihr hier auch eine Bastelbogen ausdrucken und euch selber so eine Brille bauen.

André Betz

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